Freitag, 29 Juni 2018 08:30

Entschieden zufrieden!

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Entschieden zufrieden!

 

Habt ihr es auch schon gemerkt? Die Unzufriedenheit um uns herum wächst. Unzufriedenheit mit der weltpolitischen Lage, mit der wirtschaftlichen Situation, mit der Regierung, vielleicht mit der Situation am Arbeitsplatz, bis hin zur Unzufriedenheit mit der Unzufriedenheit der Anderen.

Leider hat Unzufriedenheit die Eigenschaft, „ansteckend“ zu sein und sich auszubreiten. Wenn wir nicht aufpassen, kann sie auch uns infizieren. Die Auswirkungen sind gravierend: Unzufriedenheit nimmt uns den Frieden, sie stiehlt unsere Freude, macht uns unglücklich und wirkt sich auf unser Zeugnis für den Herrn aus.

Was werden unsere Mitmenschen denken, wenn wir ihnen von unserem wunderbaren Erlöser erzählen, der uns alles gibt, was wir benötigen (Eph. 1,3; 2 Pet. 1,3) und wir dann unzufrieden durch unser Leben gehen?

Anstatt der Unzufriedenheit nachzugeben, sollten wir Zufriedenheit ausstrahlen. Dabei ist es wichtig, dass wir im Kopf behalten, dass Zufriedenheit, genau wie Unzufriedenheit, nicht primär von unseren Umständen abhängig ist, sondern eine Sache unseres Willens ist. Wir haben die Wahl! Es gibt Gläubige, die objektiv gesehen durch wirklich schwere Zeiten gehen und dennoch Zufriedenheit und Freude ausstrahlen und umgekehrt.

Es ist interessant, wie hoch Paulus die Zufriedenheit bewertet, wenn er in 1 Tim. 6,6 schreibt: „Die Gottseligkeit mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn.” Nicht Gottseligkeit allein, sondern Gottseligkeit mit Genügsamkeit“ (oder Zufriedenheit) ist großer Gewinn. Das schreibt er im Zusammenhang mit einer Warnung vor falschen Propheten, die meinten Gewinn aus dem Evangelium schlagen zu können. Aber echter (geistlicher) Gewinn besteht in der Verbindung von Gottseligkeit mit Zufriedenheit.

Wenn ich also erkannt habe, wie wichtig dem Herrn meine Zufriedenheit ist, was soll ich dann tun? Es ist ein erster Schritt, wenn ich meine Unzufriedenheit, im Spiegel von Gottes Wort, erkenne. Als nächstes soll ich meine Unzufriedenheit bekennen und mich, mit Gottes Hilfe für Zufriedenheit entscheiden. Zufriedenheit ist wie vieles, eine Sache des geistlichen Wachstums. Wenn wir uns immer wieder gegen die Unzufriedenheit und für die Zufriedenheit entscheiden, werden wir bald mit Paulus sagen können:

...ich habe gelernt, in jeder Lebenslage zufrieden zu sein. (Phil 4,11).

 

 

 

253 Aufrufe Letzte Änderung am Freitag, 29 Juni 2018 09:18
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