Montag, 30 November -0001 00:00

Trinkst du genug?

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Trinkst du genug? Photo by Aidan Meyer on Unsplash

Mir war schon lange klar, dass ich nicht genug trinke. Also habe ich vor etwa zwei Jahren begonnen, erst eine Flasche Wasser zu trinken, bevor ich meinen Morgenkaffee genieße.

Warum ist es so wichtig, dass wir ausreichend trinken? Weil unser Körper zu über 50% aus Wasser besteht und er deshalb viel Flüssigkeit benötigt, um zu funktionieren und leistungsfähig zu bleiben. Ein leichter Flüssigkeitsmangel kann bereits Beschwerden, wie Kopfschmerzen, trockene Haut und Müdigkeit verursachen. In schweren Fällen kann er zu ernsthaften Problemen bis hin zum Tod führen. Offenbar ist dabei unser Durstgefühl nicht der beste Indikator. Wenn wir durstig sind, ist bereits ein Flüssigkeitsmangel entstanden.

Vor diesem Hintergrund ist es interessant, dass unser Herr Jesus genau das Bild des Durstes gebraucht, um unser geistliches Bedürfnis zu beschreiben. Damit sind wir alle gut vertraut. Deshalb ist dieses Bild auch so effektiv. Das wird besonders deutlich im Gespräch unseres Herrn Jesus mit der Frau am Brunnen. Sie hatte versucht, ihren geistlichen Durst auf eigene Weise zu stillen – durch die Beziehung zu verschiedenen Männern. Und offenbar war sie sich ihres geistlichen Durstes nicht einmal bewusst. Zudem hatte sie mehrere wichtige Wahrheiten in Bezug auf den Herrn nicht verstanden: Wer Jesus ist, was er ihr anbot und wie sie es erhalten konnte.

Wenn du die Gabe Gottes kenntest und wüsstest, wer es ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken! So hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. (Joh. 7,10)

Am Ende des Abschnitts kommt das Gespräch auf den Messias (V. 25) und Jesus sagt: „Ich bin es, der mit dir redet“. In diesem Moment werden die geistlichen Augen der Frau geöffnet, sie erkennt ihren geistlichen Durst und nimmt Jesus als ihren Erlöser an. Der Text sagt es zwar nicht ausdrücklich, aber das Zeugnis der Frau und dessen Auswirkung zeigt, dass sie tatsächlich bekehrt war.

Wie wunderbar, wenn ein Mensch sein geistliches Bedürfnis erkennt und Jesus annimmt. Aber dieser Abschnitt ist nicht nur relevant für Ungläubige. Auch wir Gläubige haben tiefe geistliche Bedürfnisse, die nur unser Herr Jesus stillen kann, denn er ist das „Lebendige Wasser“. Leider spüren wir diesen Durst nicht immer und ähnlich wie bei unserem körperlichen Durst, manchmal viel zu spät. Oft versuchen wir auch unseren Durst mit anderen Dingen zu stillen. Möglichkeiten dazu gibt es viele.

Sicherlich ist die Errettung der Frau am Brunnen wichtig. Aber die zentrale Wahrheit dieses Abschnitts ist, dass Jesus Christus unsere tiefen geistlichen Bedürfnisse stillen möchte. Dabei geht es nicht darum, dass Jesus uns das Wasser gibt, ER IST das „lebendige Wasser“. So wie unsere Körper ausreichend Wasser benötigen, brauchen wir Jesus ausreichend in unserem Leben.

Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! (Joh. 7,37)

 

 

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Oliver Meyer

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